Umbau der Siegelhalle: Stellungnahme zum Artikel in hallertau.info vom 10.06.2016

Veröffentlicht am 14.06.2016 in Lokalpolitik

Werner Hammerschmid
Fraktionssprecher SPD Wolnzach
14.06.2016


Sehr geehrter Herr Kastner, sehr geehrter Herr Regler,

ich möchte auf Ihren Bericht zum Umbau der Siegelhalle Stellung nehmen und
hoffe, dass Sie diese auch veröffentlichen.
Eine freie demokratische Presse kann dies auch verkraften.

Stellungnahme zum Artikel von Herrn Regler vom 10.06.2016

http://hallertau.info/index.php?StoryID=178&newsid=94660

Herr Regler schreibt, dass die Wolnzacher SPD ambivalent zum geplanten Umbau
der Siegelhalle zur Veranstaltungshalle ist.

Dies ist in keinster Weise so. Ich habe dies auch mehrmals in der Sitzung betont,
damit auch Herr Regler versteht, wie die SPD Wolnzach hier denkt. Ich werde wohl
in Zukunft noch deutlicher sprechen müssen, denn Herr Regler hat mich wohl
akustisch nicht verstanden.

Hier nochmals: Wir, die SPD Wolnzach, sind zu 100% für eine Veranstaltungshalle,
war es doch auch ein wichtiger Punkt in unserem letzten Wahlprogramm.

Es sollte aber in einem demokratisch gewählten Gremium möglich sein, Gedanken
und Vorschläge einzubringen. Immerhin reden wir hier von einer
Investitionssumme von ca. 1,5 bis ca. 3 Millionen Euro je nach Teil- oder
Gesamtsanierung der Siegelhalle.

Wenn Herr Regler dennoch den Eindruck einer Ambivalenz festgestellt haben
möchte:
Der Eindruck kann nur deshalb entstehen, da zu keinem Zeitpunkt im Gemeinderat
eine ausführliche Diskussion zum Thema Siegelhalle – Bedarf der Vereine
stattfand.

Dies liegt zum einen daran, dass nur ein „ausgewählter Personenkreis“ bei der
Vorbereitung für die Leader Bewerbung tätig war und zum anderen, dass die 150
Vereine erst angeschrieben wurden, als die Leader-Bewerbung schon abgegeben
und der Förderzuschlag schon da war.

Wir haben uns Gedanken bezüglich Alternativen gemacht und wollten diese bei
einer Diskussion einbringen. Doch leider gab es keine Diskussion, denn die
Mehrheit der Gemeinderäte hatte zu diesem Thema keine Meinung.

Mein Vorschlag hinsichtlich eines Neubaus hätte wirklich ernsthaft geprüft werden
sollen, auch wenn es als Hirngespinst in der Sitzung abgetan wurde.
Wenn man bedenkt was sich mit ca. 2 Millionen Euro alles verwirklichen ließe, ist
dies eine Möglichkeit, die nicht außer acht gelassen werden sollte. Aber der Zug
dazu ist wohl abgefahren, weil eine Diskussion zu einem früheren Zeitpunkt eben
nicht gewollt war.

Wir finden, dass das Theaterbrettl, die Volkstanzgruppen, aber auch die Minigolfer,
die Stockschützen, Kolping u. a. Vereine geeignete Räumlichkeiten brauchen.
Deshalb wären wir von Anfang bei der Sanierung für die komplette Überplanung
der Halle gewesen bzw. nach eingehender Überprüfung für einen Neubau.
Hier steckt aber natürlich sehr viel Arbeit dahinter. Und, wenn wir schon beim
Thema Arbeit sind: Die Fraktion der SPD ist jederzeit bereit bei weiteren
gemeinsamen Arbeitstreffen ( Workshop ) mitzuwirken.

Apropos Leader: Angespornt von Frau Strobl kam der komplette Leadervorstoß
vom Theaterbrett`l.

Wenn im Bericht von Hallertau Info der sehr enge Zeitplan angeführt wird ist dies
schon richtig, doch hat denn schon jemand bei den Leader-Verantwortlichen um
Fristverlängerung angefragt?

Dasselbe Spiel hatten wir ja schon beim Rathausvorplatz, wo uns immer und immer
wieder gepredigt wurde, dass die Frist nicht verstreichen darf und kaum sprach die
Bauamtsleitung mit der zuständigen Stelle war eine Fristverlängerung möglich.

Ich habe in der Sitzung nur den sehr sportlichen Zeitplan erwähnt und darauf
hingewiesen, dass wir doch bis September noch das ein oder andere zu erledigen
hätten. Dies wurde aber weder besprochen noch in die Überlegungen mit
aufgenommen.

Es kann doch nicht sein, dass z.B. mit dem Leiter des Hopfenmuseum und mit
örtlichen Hoteliers, die u.a. Seminarräume anbieten, bisher noch keine Gespräche
stattfanden. Immerhin sind wir als Gemeinde einer der Geldgeber für das
erfolgreich etablierte Museum und wollen nicht, dass hier eine Konkurrenzsituation
entsteht.

Auch der von unserer Fraktion geforderte „Kümmerer“ nach Fertigstellung der
Veranstaltungshalle wird von uns weiterverfolgt werden, denn wir sehen heute
schon Probleme, wenn dies von der Marktserviceleitung mitbetreut werden muss,
zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben. Herr Bürgermeister Machold betont
immer wieder, deren starke Auslastung.

Für Fragen zu diesem Thema stehen wir gerne zur Verfügung.
Vielleicht versteht Herr Regler im persönlichen Gespräch unsere Argumente besser
und kann zu einer neutraleren Berichterstattung zurückkehren.


Mit freundlichen Grüßen

Werner Hammerschmid
Fraktionssprecher SPD Wolnzach