SPD-Räte auf Informationsfahrt mit Bürgern nach Dießen und Inning a. Ammersee

Veröffentlicht am 01.12.2015 in Kommunalpolitik

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Die SPD-Fraktion stellte in der vergangenen Gemeinderatssitzung den Antrag, dass das Gremium sich die zwei  Pflastermusterflächen, die ein paar Wochen auf dem Marktplatz ausgelegt waren,  auf größeren Flächen in anderen Orten anschauen möge.

Die Mehrheit der Räte lehnte dies ab und so fuhren nur die SPD-Räte Hammerschmid, Hackl und Strobl mit interessierten Bürgern am vergangenen Samstag in zwei Gemeinden an den Ammersee.

Dort waren sowohl der Bayerwaldgranit und das Betonsteinpflaster in Muschelkalk verlegt worden. (s. Fotostrecke)

Es ist natürlich immer von Vorteil, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, noch dazu wenn man so gastfreundlich, wie in Dießen am Ammersee begrüßt wird.

Der Bürgermeister  der Marktgemeinde Dießen, Herbert  Kirsch und der Wirt und Gemeinderat Martin Brink ließen es sich nicht nehmen die Wolnzacher Gruppe zu informieren. Stolz zeigten sie die  Mühlstraße  und den Untermüllerplatz, die nach 5-jähriger Planungs-und Bauzeit nun fertiggestellt und vom Planungsbüro Immich fachlich begleitet wurden. Der dort verwendete Bayerwaldgranit aus verschiedenen Steinbrüchen hat unterschiedliche Farbschattierungen und wurde völlig ohne Randabsätze verlegt, weil der Straßenraum von Fahrzeugen nur max. mit 30km/h  befahren werden darf und alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind.

Ausschlaggebend für den Bayerwaldgranit waren für die Dießener die sehr gute Verarbeitung und  das schöne Farbenspiel.

Auf der Heimfahrt gab es einen Halt in der Gemeinde Inning a. Ammersee, weil dort ein Straßenstück mit dem Betonstein Muschelkalk gepflastert war. 

Auch hier ließen sich die Teilnehmer gerne von einem Steinmetz fachlich beraten, der insbesondere daraufhin wies, dass der Betonstein im Vergleich zum Granit keine so schöne Patina anlegt und bei Reparaturen in späteren Jahren, die Übergänge sichtbar werden.

Die Fahrt hat sich für alle Mitfahrenden gelohnt und die Meinung war einhellig: Für den Wolnzacher Marktplatz ist der Bayerwaldgranit eine gute Wahl, da der Materialpreis nur ein Kriterium ist, neben der Qualität, der Einfügung in die Umgebung und der Nachhaltigkeit.

Allerdings hatte es  durch die Verwaltung im August eine 'Bürgerbefragung gegeben, die nicht mit dem Gemeinderat abgestimmt war. Die Mehrheit der Bürger sprach sich für den Betonstein aus. Man darf gespannt sein, wie Bürgermeister Machold mit diesem Wunsch umgeht, ohne dass sich die Bürger "auf dem Arm genommen fühlen".