SPD fordert Servicestelle für alternative Wohnformen im Alter und einen vierten Rettungswagen im Landkreis

Veröffentlicht am 08.01.2014 in Regionalpolitik

Ist unser Landkreis „Fit für die Zukunft? „Diese Frage stellte sich die Kreis-SPD beim traditionellen Drei-Königstreffen, dieses Jahr im Reichsaal in Niederlauterbach. Die Gesundheits- und Pflegestrategie stand dieses Jahr auf der Tagesordnung. Kreisvorsitzender Markus Käser begrüßte die rund 80 Besucher forderte zum Einstieg vom Landkreis ein klares Bekenntnis zur Ilmtalklinik: "Der neue Kreistag muss klarstellen, dass die Klinik in öffentlicher Hand bleibt und dass uns die wertvolle Arbeit des Hauses zur medizinischen Grundversorgung jeden Cent wert ist". Die Gesundheit der Menschen sei keine Ware und eine Klinik könne daher nicht auf rote oder schwarze Zahlen reduziert werden, so der Kreisvorsitzende. Die bundespolitischen Rahmenbedingungen, könne man im Landkreis nicht ändern. Aber ein deutliches Signal für die Klinik und ihre Mitarbeiter, ein klares Bekenntnis des Kreistages zum Erhalt der Klinik in öffentlicher Hand, das fehlt Käser nach wie vor.

Im Rahmen seines Vortrages zum Rettungsdienst  im Landkreis erläuterte der stv. Kreisvorsitzende und Wolnzacher Bürgermeisterkandidat Werner Hammerschmid: "Ein vierter Rettungswagen für Pfaffenhofen ist absolut gerechtfertigt! Da wünsche ich mir mehr Unterstützung unseres Landkreises im Zweckverband", so Hammerschmid. Ein Mehr an Unterstützung kann sich auch Kreisrätin Sonja Gaul vorstellen, wenn es um die Seniorenpolitik im Landkreis geht. Die meisten älteren Menschen im Landkreis möchten auch als Pflegebedürftiger zu Hause leben, was jedoch meist oft an den baulichen Gegebenheiten scheitert. "Bis heute hat man darauf im Landratsamt nicht reagiert," so die Kritik der Kreisrätin. Der Großteil der Betroffenen sei allein gelassen mit all den Fragen rund um seniorengerechtes Wohnen. Hier gelte es, eine fachgerechte Beratung im Landratsamt anzusiedeln. Eine Adressliste geeignete Handwerksbetriebe, Unterstützung bei der Beantragung von Fördergeldern bis hin zu einer Wohnungsbegehungen mit entsprechenden Umbautips sind in anderen Kreisen längst an der Tagesordnung. Schließlich stellte Die Kreisrätin noch die zahlreichen Möglichkeiten alternativen Wohnens wie Senioren-WGs, betreutes Wohnen Zuhause oder in Anlagen, ambulant betreute Wohngemeinschaften und Quartierskonzepte vor. Ziel sollte eine zentrale und neutrale Anlaufstelle sein, wo sich Bürger zu den Vor- und Nachteile der verschiedenen Konzepte beraten lassen können.

Im Vorfeld besichtigte eine Delegation der Kreis-SPD das Haus der Senioren in Wolnzach. Dort hat man die Zeichen der Zeit längst erkannt: "Wir werden unser Haus in den nächsten Jahren den Anforderungen und Wünschen der Menschen anpassen - das klassische Heim ist ein Auslaufmodell“, so Heimleiterin Böhland.

- Bericht INTV

 

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