Anfrage: Warum macht Wolnzach kein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept?

Veröffentlicht am 05.12.2015 in Gemeinderat

Marianne Strobl, Referentin für Ortsentwicklung und Ortsverschönerung 11.11.2015

Anfrage: Warum macht Wolnzach kein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept?

Begründung der Anfrage: Wie dem Pfaffenhofener Kurier „Geisenfelder Zeitung“ am Mittwoch, 11. 11.2015 zu entnehmen war, sollen die Geisenfelder Bürger beim neuen integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept der Stadt Geisenfeld mitreden.Die Stadt wird dabei fachlich und organisatorisch von einem Stadtplanungsbüro unterstützt, welches die Räte unter mehreren Bewerbern auswählte.

Was bedeutet das?

Es werden eine intensive Analyse der Bestandssituation, Ziele und Maßnahmen der zukünftigen Innenstadtentwicklung für die nächsten 15-20 Jahre erarbeitet.

Wie setzen dies die Geisenfelder um?

1. Erste Bürgerbeteiligung mit den Fachplanern am kommenden Sonntag im Rahmen des Martinimarktes, als Auftaktveranstaltung. Vorstellung und Informationen zum Entwicklungskonzept und dem Planungsprozess

2. Weitere Termine der Bürgerbeteiligung werden über Presse und Stadthomepage bekanntgegeben.

3. Einsetzen eines Steuerkreises, der den Planungsprozess in regelmäßigen Abendsitzungen begleitet. Zusammensetzung: Vertreter des Stadtrates, Vertreter lokaler Verbände und Organisationen und engagierte Bürger (deren Teilnehmerzahlwird die im Losverfahren begrenzt).

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen der CSU, der FW und Grünen,

bereits mehrmals haben meine Fraktion und ich ein solches Vorgehen vorgeschlagen und dabei keine Gehör gefunden. Ein Mitglied der CSU-Fraktion meinte gar in einem informellen Gespräch „ein Entwicklungskonzept werd’s net kriagn“. Nach meinem Wissenstand befürwortet auch die Fraktion der UW/FDP/BGW ein städtebauliches Konzept.

Wenn wir Wolnzach voranbringen wollen, reicht es nicht aus, einen Marktplatz, der im ersten Bauabschnitt (so wie er in der Bürgerversammlung vorgestellt wird) rund 400.000 € kostet (einschließlich der Städtebauförderung) zu sanieren.

Es reicht auch nicht, eine vorhandene städtebauliche Untersuchung aus dem Jahr 1989 zuhaben, mit der sich der amtierende Gemeinderat noch kein einziges Mal in einer Sitzung auseinandergesetzt hat.

Auch in Wolnzach bleibt die Zeit nicht stehen. Deshalb muss ein städtebaulichesEntwicklungskonzept gemacht werden. Wer es nicht will und nicht macht, nimmt in Kauf, dass eine nachhaltige Stärkung und Aufwertung des Ortszentrums, sowie eine gleichzeitige Sicherung der Lebensqualität und des historischen Ortsbildes nicht optimal umgesetzt werden.